Chronisches Erschöpfungssyndrom – CFS

Das Chronic fatigue syndrome (CFS), auf deutsch „Chronisches Erschöpfungssyndrom“ oder Chronisches Müdigkeitssyndrom“ ist ein schwer zu erfassendes Krankheitsbild und kaum erforscht. Die westliche Medizin hat bisher keine klare wissenschaftliche Definition dafür gefunden. Eine große Ähnlichkeit besteht mit dem Burn-out-Syndrom (das häufiger mit psychischen und mentalen Ursachen in Zusammenhang gebracht wird) und dem Fibromyalgie-Syndrom (bei dem oft eher eine Verbindung zu chronisch-infektiösen und immunologischen Auslösern vermutet wird), die aber beide teilweise überlappende Symptome mit dem CFS bieten.

Leitsymptome des CFS

Leitsymptome des CFS (chronischen Müdigkeits-, Erschöpfungssyndroms) sind eine durch körperliche, intellektuelle oder psychosoziale Belastungen hervorgerufene deutlich schnellere Erschöpfbarkeit und Entkräftung. Auch minimale Belastungen wie Aktivitäten im Alltagsleben oder einfache gedankliche Aufgaben können entkräftend sein. Die Erschöpfung kann sofort nach der Aktivität auftreten oder verzögert erst nach Stunden oder Tagen. Die Erholungsphase nach körperlicher Belastung ist verlängert. Sie beträgt oft 24 Stunden, kann aber auch Tage oder Wochen dauern. Erschöpfung und Erschöpfbarkeit sind nicht Folge ungewöhnlicher Anstrengungen und verbessern sich durch Ausruhen und Schlaf nicht wesentlich. Trotz schwerer Erschöpfung bestehen oft Ein- und Durchschlafstörungen.

Daneben stehen oft mentale Beeinträchtigungen, die belastungsabhängig sein können. Beispiele sind: Schwierigkeiten mit der Informationsverarbeitung, verlangsamtes Denken, Beeinträchtigung der Konzentration, Vergesslichkeit, kognitive Überlastung, Reizbarkeit, Depressionen und Verwirrtheitszustände, Schwierigkeiten, Entscheidungen zu treffen, verlangsamte Sprache, Wortfindungsschwierigkeiten, Lichtscheue.

Aufgrund der sich wechselseitig beeinflussenden Fehlregulationen des Nervensystems, des Immun- und des hormonellen (endokrinen) Systems kann eine Vielzahl von sehr unterschiedlichen weiteren Symptomen auftreten.

Häufige unspezifische Symptome sind Muskelschwäche, Muskelschmerzen, Schmerzen in Gelenken, Kopfschmerzen, Halsschmerzen, leichtes Fieber und/oder Frösteln, Schlafstörungen (sowohl Schlaflosigkeit als auch gesteigertes Schlafbedürfnis) sowie Magen-Darm-Krämpfe. Schonung oder Ruhe können das chronische Erschöpfungssyndrom nicht beseitigen.

Regulationsmodell

Ursachen für das chronic fatigue syndrom

Wie die Diagnose sind auch die Ursachen für das chronic fatigue syndrom (CFS, chronisches Müdigkeits-, Erschöpfungssyndrom) sehr unklar. Es wird vermutet, dass vor allem chronische körperliche und /oder psychische Belastungen eine wesentliche Rolle spielen. Dazu gehören chronische Infektionen (z.B. Herpes oder Candida) oder auch chronische Giftbelastungen (z.B. Pestizide, Schwermetalle, Konservierungsstoffe). Auch chronische psychische Belastungen wie Einsamkeit, negative Selbsteinschätzung, Arbeitsüberlastung, Leistungsdruck und Mobbing werden als Auslöser vermutet.

Therapiemöglichkeiten

Weil es keine messbaren Werte gibt, ist das CFS (chronisches Müdigkeits-, Erschöpfungssyndrom) für die Medizin eine nicht fassbare Krankheit. Nicht selten wird schnell eine psychosomatische Erkrankung vermutet und die Symptomatik als Depression gewertet. Da es kaum erfolgreiche Therapiemöglichkeiten gibt, haben die auf sich alleine gestellten Patienten oft eine jahrelange Odyssee hinter sich, die häufig zum TCM-Therapeuten führt.

Aus der Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) stellt das chronische Erschöpfungs- und Müdigkeitssyndrom einen Energiemangel dar und wird nach den Hauptsymptomen erfasst. Man differenziert die Symptomatik der Patientinnen und Patienten anhand der TCM-Kriterien. Da das Zusammenspiel von Geist und Körper in der Chinesischen Medizin von herausragender Bedeutung ist, werden körperliche und psychische Symptome zusammen erfasst und als Dysharmoniemuster interpretiert. Sie ergänzen einander zu einem Gesamtbild, nach dem sich die Therapie der Chinesischen Medizin (TCM) richtet. Die Beurteilung des Gesamtbildes unterscheidet sich von Patient zu Patient. Dies zeigt sich auch in den unterschiedlichen Therapieansätzen. Je nach den individuellen Erfordernissen werden Verfahren wie Akupunktur, Laserakupunktur, Wärmebehandlung (Moxibustion), Schröpftherapie, individuelle Körperübungen (QiGong) als auch Chinesische Arzneimittel angewendet.

Bei konkreten Fragen, ob und wie ich bei Ihren persönlichen Beschwerden behandeln würde, nehmen Sie bitte mit mir Kontakt auf.

Störungen und Erkrankungen

In meiner Praxis behandele ich mit den Methoden der Chinesische Medizin jede Art von Erkrankungen und Beschwerden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) nennt in diesem Zusammenhang Indikationen aus folgenden Fachbereichen:

  1. Bewegungsapparat
  2. Neurologie / Vegetativum / Psychosomatik
  3. Herz / Kreislauf
  4. Atemwege / HNO
  5. Magen / Darm
  6. Urologie
  7. Frauenheilkunde
  8. Augen
  9. Haut / Haare
  10. Kinder
  11. Stoffwechsel / Hormone
  12. Chronische Schmerzen
  13. Begleittherapie bei Krebs